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15.09.2022

Regierung verteidigt Spende an Schweizergarde

Für die Schweizergarde wird eine neue Unterkunft geplant: Der Kanton Schwyz beteiligt sich an den Konsten.
Für die Schweizergarde wird eine neue Unterkunft geplant: Der Kanton Schwyz beteiligt sich an den Konsten. Bild: Keystone
Die Schwyzer Regierung erachtete die Spende über 162000 Franken an die Stiftung der Schweizergarde als gerechtfertigt.

 

Für die Schweizergarde ist ein Neubau für die Unterkunft im Vatikan geplant und dafür sammelt die Stiftung der Garde. Der Kanton Schwyzer zahlt pro Kantonseinwohner einen Franken an diese Stiftung, insgesamt 162000 Franken aus dem Lotteriefonds (wir berichteten).

Interpellanten fragten sich bzw. die Regierung, warum für ein Bauprojekt Gelder gesprochen werden, wenn doch eine Förderung von Infrastruktur im Kulturbereich vom Regierungsrat selbst explizit für nicht zielführend beurteilt worden sei. Es bestehe die Gefahr einer «finanziellen Verzettelung der finanziellen Mittel». Im Fall der Schweizergarde erachtet die Regierung die Unterstützung indes als sinnvoll, wie sie nun in der Antwort auf die Interpellation festhält. Insbesondere «im historischen und kulturhistorischen Bereich können auch Infrastrukturkosten unterstützt werden, da dabei vielfach die Pflege des kulturellen Erbes im Vordergrund steht». Die Päpstliche Schweizergarde sei im Kanton Schwyz seit über 500 Jahren fest verankert, besitze weltweit einen hohen Bekanntheitsgrad und die Gardisten seien wichtige Botschafter der Schweiz und somit auch des Kantons, wie die Regierung betont. Übrigens: Der erste Gardehauptmann, Kaspar von Silenen, kam auf der Gesslerburg bei Küssnacht auf die Welt und besass das Schwyzer Landrecht. Aufgrund dieser Ausgangslage habe die Regierung dem Unterstützungsgesuch im besagten Rahmen stattgegeben. Ein Präjudiz werde mit dieser Spende nicht geschaffen, denn mit der Spende an die Stiftung der Schweizergarde werde keine «zeitgenössische Kulturförderung» betrieben, sondern vielmehr die Erhaltung des kulturellen Erbes.

Martin Risch, Redaktion March24 & Höfe24