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Innerthal
05.09.2022
04.09.2022 16:48 Uhr

«Wir haben alles Mögliche versucht, es hat nicht gereicht»

Nach diesem Schuljahr müssen die Kinder von Innerthal nach Vorderthal oder Siebnen in die Schule gehen. Für den Weiterbestand der Innerthaler Schule hat es nämlich zu wenig Schülerinnen und Schüler.
Nach diesem Schuljahr müssen die Kinder von Innerthal nach Vorderthal oder Siebnen in die Schule gehen. Für den Weiterbestand der Innerthaler Schule hat es nämlich zu wenig Schülerinnen und Schüler. Bild: mor
Kürzlich hat in Innerthal das wohl letzte Schuljahr begonnen. Danach werden die Kinder nicht mehr nur den Kindergarten, sondern auch die Primarschule in Vorderthal besuchen müssen.

Kürzlich wurde am Elternabend darüber informiert, dass die Schule Innerthal nächsten Sommer schliessen muss. Zugegeben: Die Meldung kam für die Eltern wohl wenig überraschend. Trotzdem ist es nochmals anders, wenn das, was sich seit Jahren abgezeichnet hat, dann plötzlich Tatsache wird.

Schulleiter Markus Brändle ist nicht glücklich über diesen Entscheid. Die Frage, ob man denn alles Mögliche versucht hat, um die Schule zu retten, beantwortet er mit Ja.

Alle Versuche gescheitert

Tatsächlich hat der Versuch, die Schule zu retten, schon vor vielen Jahren begonnen. Im Jahr 2019 wurden drei Varianten vorgeschlagen: von zwei auf eine Klasse umzustellen, die öffentliche Volksschule mit auswärtigen Privatschülern aufzustocken oder die Schule als reine Privatschule zu führen.

Variante 1 brachte kurzzeitigen Erfolg. Variante 2 stufte der Kanton als nicht bewilligungsfähig ein, und Variante 3 liessen die Verantwortlichen fallen. Ebenfalls vergebens war der Versuch, eine Familie mit schulpflichtigen Kindern in die Wohnung im Schulhaus zu locken. Die Wohnung stand rund ein Jahr lang leer.

Dann kursierte auch noch die Idee, dass die Vorderthaler einzelne Fächer in Innerthal besuchen könnten. Auch dies wenig erfolgversprechend.

Wie weiter?

Nun müssen Schule, Gemeinde und Bevölkerung der Tatsache ins Gesicht schauen. Die Schule Innerthal schliesst. Drei der aktuell sechs Schulkinder werden im nächsten Sommer an die Oberstufe nach Siebnen wechseln. Die anderen werden in der Primarschule in Vorderthal integriert. «Für die Schulkinder ist der Weg nicht neu. Sie gingen bereits dort in den Kindergarten.»

Neu wird hingegen die Klasse sein. Die drei Kinder werden nämlich in ihre jeweilige Stufe eingeteilt und fortan nicht mehr in einer gemeinsamen Klasse unterrichtet.

Pensionierung und Kündigungen

Und was passiert mit den sechs Lehrpersonen? Laut Brändle werde eine Person in Pension gehen. Mit dem Werklehrer werde der Vertrag nicht verlängert, und die übrigen vier werden sich nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen müssen. Was aus dem Schulhaus wird, ist noch offen. Es werde wohl auf eine Umnutzung hinaus laufen.

Silvia Gisler, March24 & Höfe24