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15.11.2021
15.11.2021 14:43 Uhr

Kirchgemeinde Höfe kippt Pfarrerin aus der Synode

Pfarrerin Rahima Heuberger, rechts im Bild anlässlich des Weltgebetstags im März 2021, wurde als Vetreterin der kantonalen Synode abgewählt.
Pfarrerin Rahima Heuberger, rechts im Bild anlässlich des Weltgebetstags im März 2021, wurde als Vetreterin der kantonalen Synode abgewählt. Bild: zvg
Rahima Heuberger wurde als Vertreterin in der kantonalen Synode nicht mehr wiedergewählt.

Aus der gemäss Traktandenliste unspektakulären Kirchgemeindeversammlung der Ev.-ref. Kirchgemeinde Höfe von Anfang November kommt nun eine faustdicke Überraschung ans Tageslicht. An der von 32 stimmberechtigten Mitgliedern besuchten Versammlung wurde nämlich die Pfarrerin Rahima Heuberger nicht mehr als Mitglied in der Synode, dem kantonalen Gremium der Reformierten, bestätigt. Es ging um die personelle Besetzung für die Amtszeit von 2022 bis 2025. Wie Ueli Litscher, Wilen, in einem Leserbrief schreibt, sei Heuberger in geheimer Wahl mit 60 Prozent der Stimmen als Synodale abgewählt worden. Alle anderen seien mit mindestens 90 Prozent Zustimmung gewählt, beziehungsweise bestätigt worden. Litscher, selbst engagiertes Mitglied der Kirchgemeinde Höfe, amtete an diesem Abend als Stimmenzähler und machte laut eigenen Angaben unter den 32 Anwesenden sehr viele Mitarbeitende und Amtsträger der Kirchgemeinde aus.

Geheime Wahl

So sei unter anderem von einem Angestellten zu Beginn des Wahlprozederes der Antrag auf geheime Wahlen gestellt und von der Versammlung mit Mehrheit angenommen worden. Dies sei doch eher unüblich, denn normalerweise würden die Synodalen im offenen Handmehr gewählt beziehungsweisebestätigt. Stutzig macht Litscher auch der Umstand, dass die Ev.-ref. Kirchgemeinde Höfe acht Sitze im Kantonalgremium zu gute, aber derzeit nur deren sechs besetzt habe, also zwei Vakanzen aufweise.

Beschwerde hängig

Litscher hat mittlerweile Beschwerde gegen das Wahlprozedere, insbesondere die Abwahl von Pfarrerin Heuberger und die spontane Neuwahl eines Neuen, beim kantonalen Kirchenrat eingereicht. Aufgrund dieses Beschwerdeverfahrens wollte der Präsident der Kirchgemeinde Höfe, Philipp Gubler, Wollerau, gegenüber unserer Zeitung auf Anfrage keine Stellung beziehen.

Der Vorsteher der Ev.-ref. Kantonalkirche, Kirchenratspräsident Heinz Fischer, Küssnacht, äusserte sich auf Anfrage ebenfalls nicht. Und Pfarrerin Rahima Heuberger teilte auf Anfrage mit, dass sie «aus Loyalität gegenüber meinem Arbeitgeber und allfällig beteiligten Personen keine Stellung dazu nehmen möchte, da ich niemandem schaden möchte».

Der erwähnte Leserbrief findet sich in den Printausgaben von "March Anzeiger" und "Höfner Volksblatt" vom 15.11. 2021.

Stefan Grüter, Redaktion March 24 und Höfe 24