Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Digital
28.01.2021
06.05.2022 15:35 Uhr

Hype um Clubhouse App

Bild: Collage
Clubhouse ist eine neue Audio-only-App und derzeit lediglich für Apple-Nutzer zu haben. Doch ist der Hype um die App wirklich berechtigt?

In sogenannten Clubs oder Chaträumen sollen sich neben Leuten aus Wirtschaft, Politik und aus der Medienbranche auch Prominente tummeln: so der US-Rapper Drake oder die Moderatorin Oprah Winfrey. 

Nur für Iphone-Nutzer

Clubhouse wurde von dem Stanford-Absolventen und ehemaligen Pinterest-Mitarbeiter Paul Davison und dem ehemaligen Google-Mitarbeiter Rohan Seth gegründet. Die App ging im Frühjahr 2020 online und ist weiterhin im Beta-Stadium. Ende Dezember hatte sie 600'000 Nutzer.

Die Nutzung ist bisher nur für IPhone-Nutzer möglich, nachdem man eine «Einladung» von bereits registrierten Nutzern erhalten hat. Registrierte Nutzer können sich ein Profil anlegen, gemeinsam neue «Räume» eröffnen und ihre Gespräche in einem Kalender ankündigen, sodass andere zuhören können.

Clubhouse verzichtet auf Zensur

Nach Einschätzung des Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar verstösst die App gegen die Datenschutz-Grundverordnung, da unter anderem kein Ansprechpartner für Datenschutzanfragen genannt werde. Zudem sei problematisch, dass Nutzer automatisch aus ihrem Kontaktbuch Daten Dritter mit der App teilen würden.

Während Plattformen wie WhatsApp oder Twitter ihre Inhalte auf unpassende Aussagen überprüfen, verzichtet Clubhouse auf jegliche Art von Moderation oder Zensur. Bei der App handelt es sich um Audios in Echtzeit. Die App steht deshalb in Kritik, zum Tummelplatz von rassistischen oder sexistischen Inhalten zu werden.

Redaktion March24 und Höfe24