Ein 8:2-Sieg gegen die Limmattal Wings: Die HC White Wolves Wollerau starten das Jahr mit Ansage. Das war der Plan. Coach Niki Sirén beschreibt die Ausgangslage: «Wir müssen die restlichen Spiele der Regular Season gewinnen, um Gruppenerster oder -zweiter zu werden und dadurch Heimvorteil für die Play-offs zu haben.» Wobei es gegen die Wings kein Selbstläufer war. «Nach zwei Wochen Pause und einigen Absenzen wussten wir, dass es vielleicht schwierig sein könnte, vor allem gegen den sehr guten Goalie der Wings.» Die Wölfe brauchten das erste Drittel, um in den Rhythmus zu kommen. Nach dem 2:0 und spätestens dem 3:0 sei der Fall klar gewesen. «Wir wussten: Machen wir jetzt keine Fehler, wird der Gegner nicht mehr ins Spiel kommen.»
Zwischenbilanz
Damit stehen die White Wolves aktuell in der 3. Liga, Ost, Gruppe 3, auf Tabellenplatz 2. Ein Platz, mit dem man leben, der aber auch besser sein könne, sagt der Headcoach. «Es ist nicht das, was wir wollten.» Er möchte jedes Spiel gewinnen. Woran es bisweilen scheiterte, erklärt er exemplarisch am letzten Spiel vor Weihnachten, der 2:3-Niederlage gegen Dübendorf. Was fehlte, war Effizienz. «Chancen hatten wir genug. Wir haben sie einfach nicht genutzt. Im Gegensatz zu Dübendorf.»
Zehn Spiele gewonnen, zwei weitere in Overtime, eine Niederlage in Overtime, eine Niederlage. 35 Punkte aus 14 Spielen. Eine gute Ausbeute? «Ja. Ärgerlich ist, dass wir uns zum Beispiel beim erwähnten Spiel gegen Dübendorf im Dezember eigentlich selbst geschlagen haben.» Eine Tragödie sei das nicht. «Wir sind zufrieden, wie es bis jetzt gelaufen ist. Jetzt müssen wir schauen, dass es so weitergeht.» Als Verlierer vom Feld zu gehen, habe ausserdem etwas Lehrreiches, sagt der Coach. «Gewisse Niederlagen waren gut für den Charakter. Damit wir wieder auf den Boden kommen und akzeptieren, dass auch wir schlagbar sind. Man muss immer etwas daraus lernen.»