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Kultur
26.09.2022

Umbau Schloss Rapperswil: Bald ist es soweit

Bild: Linth24
Am 7. November ist es soweit: Im Schloss Rapperswil ist Baustart. Die Vorbereitungsarbeiten sind im Wesentlichen abgeschlossen und das Schloss wird anfangs Oktober geräumt sein. Am 1. Oktober findet für die Bevölkerung ein Tag der offenen Tür statt.

Seit rund 800 Jahren thront das Schloss Rapperswil hoch über der Stadt – das Wahrzeichen von Rapperswil-Jona schlechthin. Zudem prägt das Schloss die Silhouette der Altstadt und geniesst als bedeutendes Kulturobjekt grosse Bekanntheit und Beliebtheit weit über die Stadtgrenzen hinaus. Allerdings erlauben es die heutigen räumlichen Verhältnisse kaum, das Schloss offener für kulturelle, gesellschaftliche und touristische Anlässe zu nutzen. Durch das Projekt „Umbau und Neuinszenierung Schloss“ wird das Wahrzeichen aufgewertet und es erfährt eine vielseitige Öffnung.

Drei Teilprojekte

Architektur:
Die zentralen baulichen Massnahmen im Gebäude Palas umfassen: neues Treppenhaus im Osten des Gebäudes, Optimierung Anlieferung beim Schlossaufgang, Anpassungen im Untergeschoss sowie diverse Sanierungsmassnahmen im Innern des Gebäudes. Die baulichen Massnahmen im Schlosshof / Kräutergarten sind: neues Office für die Gastronomie, neues Lager für das Mobiliar im Schlosshof, Verbindung Palas – Gügelerturm einschliesslich Fluchttreppe, die Aufwertung des Schossinnenhofs und Kräutergartens sowie die Öffnung Mausoleum im Pulverturm. Ausserhalb des Schlosses sind geplant: Neugestaltung des Platzes vor dem Schloss inkl. Buvette und Café und Aussenbeleuchtung.

Szenographie:
Das Schloss soll als Hort der Geschichte zu neuem Leben erwachen. Das Besuchererlebnis nimmt Jung und Alt mit auf eine faszinierende Zeitreise durch fast 800 Jahre Schlossgeschichte. Es wird ein eindrücklicher und stimmungsvoller Rundgang durch den Wehrgang, den Gügelerturm und die Beletage Palas geben, und zwar unter dem Arbeitstitel: vom Habsburger Herrschafts- zum polnischen Freiheitssymbol. Daneben wird der Gügeler resp. Hochwächter – eine Institution, welche es von 1368 bis 1905 gab – thematisiert. Mit Ausnahme der Besteigung des Gügelerturms ist die Ausstellung barrierefrei.

Betrieb:
Strategisch ist ein Schlossrat (Kernschlossrat und Erweiterter Schlossrat) verantwortlich. In diesem Sinne wird das bewährte Modell des Stadtmuseums adaptiert.

Operativ wird das Schloss von einem „Betrieb Schloss“ geführt werden, und zwar im Sinne von: „alles aus einer Hand“. Es handelt sich um einen Betrieb der Ortsgemeinde. Dem Betrieb sind die folgenden Betriebszweige zugeordnet: Buvette / Empfang, Café, Raummanagement / Caterer, Kultur, Ausstellung.

Ein Schloss für Alle

Bei der Projektentwicklung wurde Wert daraufgelegt, dass das Schloss zugänglicher wird. Während der Öffnungszeiten der Buvette vor dem Schloss sowie der Ausstellung ist die Schlosstüre für alle geöffnet: Schlossinnenhof, Mausoleum und Kräutergarten dürfen gratis besichtigt werden.

Baustart

Der Baustart ist am 7. November 2022. Es wird mit einer Bauzeit von rund 1,5 Jahren gerechnet, so dass das umgebaute und neu inszenierte Schloss im Laufe des Sommer

2024 wieder eröffnet werden kann. Vor dem Baustart, gegen Ende Oktober 2022, wird die Öffentlichkeit über den Bauablauf informiert werden. Ziel ist es, dass die Bauarbeiten konzentriert und effizient durchgeführt werden können, damit die Auswirkungen möglichst geringgehalten werden können. Indes lassen sich gewisse Immissionen nicht vermeiden. Der Ortsverwaltungsrat bittet um Verständnis.

Tag der offenen Schlosstüre am 1. Oktober 2022

Am Samstag, 1. Oktober 2022, wird das Schloss für die Öffentlichkeit praktisch komplett geöffnet. Neben dem Schlosshof und dem Kräutergarten können das Gebäude Palas inkl. grosser Rittersaal, der Wehrgang sowie der Gügelerturm berichtigt werden. Auch die Beletage, dort war bis Ende Juni 2022 das Polenmuseum eingemietet, können besichtigt werden. Eintritt wird nicht erhoben und es braucht keine Anmeldung. Das Schloss ist von 14 Uhr bis 18 geöffnet. Ortsverwaltungsrat und Stadtrat heissen alle interessierten Personen herzlich «zur Eroberung des Schlosses» willkommen.

Ortsgemeinde Rapperswil-Jona/Höfe24&March24