Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Vorderthal
23.08.2022

War Rempen-Entleerung im Wägital Schuld an Wassermasssen?

Der Ablass des Rempensees vom vergangenen Freitag dauerte insgesamt rund 19 Stunden.
Der Ablass des Rempensees vom vergangenen Freitag dauerte insgesamt rund 19 Stunden. Bild: Martin Risch
Am vergangenen Freitag wurden in in der Wägitaler Aa grosse Wassermassen beobachtet. Dies genau zu der Zeit, als die Rempen-Staustufe im Wägital gerade entleert wurde. Diese sei aber nicht Schuld am Hochwasser-Effekt, versichert Christian Bommer vom kantonalen Amt für Gewässer.

Wenn immer möglich, wird das Ausgleichsbecken der Stauanlage im Rempen einmal im Jahr vollständig abgelassen. «Das ist so vorgeschrieben», erklärt Christian Bommer, Vorsteher des Amts für Gewässer des Kantons Schwyz, auf Anfrage des «March-Anzeiger». Der Seeablass und die Spülung würden der Sicherheit des Staubetriebs dienen. Im vergangenen Jahr habe man aus verschiedenen Gründen keine Spülung vornehmen können.

Der Stausee wird über die Grundablässe entleert. Bild: Martin Risch

Damit bei der Entleerung des Ausgleichsbeckens nichts schiefläuft, sind bei der Spülaktion jeweils insgesamt rund 20 Personen vor Ort, teils direkt bei den Anlagen, teils in Siebnen, wieder andere auch auf dem Zürichsee im Lachner Aa-Delta, um die Schwemmholzsperren aufzubauen und zu kontrollieren. «Die Arbeiten konnten alle wie geplant durchgeführt werden», wie Bommer gegenüber dem «March-Anzeiger» sagt.

Der Ablass des Rempensees vom vergangenen Freitag dauerte insgesamt rund 19 Stunden. Bild: Martin Risch

Hochwasser nicht wegen Spülung

Die Kunst der Spülaktion liegt darin, die Sedimentablagerungen möglichst gründlich durch die ganze untere Wägitaler Aa zu spülen. Damit das Kraftwerk dafür nicht zusätzlich «wertvolles» Stauwasser verbrauchen muss, setzt man auf eine Witterung, die für genügend natürlichen Wasserzufluss sorgt. Also Regenzeit.

Geregnet hat es am vergangenen Freitag ausgiebig – fast schon zu ausgiebig. Die Wägitaler Aa führte am Vormittag aufgrund der Niederschläge bereits so viel Wasser, dass es vor der Seeeinmündung auf Lachner Gemeindegebiet zu kleineren Überschwemmungen kam. «Es gab einen Hochwassereffekt. Diese Wasserlast hatte jedoch überhaupt nichts mit dem Ablass des Ausgleichbeckens zu tun», betont Bommer.

Martin Risch, Chefredaktor March24 & Höfe24