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Kanton
08.04.2022
08.04.2022 14:50 Uhr

Kanton sucht dringend Unterkünfte für Ukraine-Flüchtlinge

Im «Bärghus» auf dem Stoos hat der Kanton das erste Zentrum für ukrainische Flüchtlinge geschaffen.
Im «Bärghus» auf dem Stoos hat der Kanton das erste Zentrum für ukrainische Flüchtlinge geschaffen. Bild: Keystone
Im Kanton Schwyz sind aktuell rund 530 Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht. Da noch viele mehr erwartet werden, sind die Herausforderungen für die Verantwortlichen gross.

Angesichts der anhaltenden Kriegshandlungen wird die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine in den nächsten Wochen und Monaten weiter stark ansteigen. «Das stellt die Verantwortlichen für die Unterbringung sowohl auf kantonaler als auch auf kommunaler Ebene vor grosse Herausforderungen», vermeldet das Volkswirschaftsdepartement heute in einer Medienmitteilung.

Keine Aufnahmekapazitäten mehr

Gemäss kantonalem Gesetz werden Asylsuchende in einer ersten Phase in den kantonalen Durchgangszentren (DGZ) untergebracht und anschliessend nach einem Verteilschlüssel, der sich an der Einwohnerzahl orientiert, auf die Gemeinden verteilt. Die Aufnahmekapazitäten der kantonalen Strukturen wurden bereits verdoppelt. Sie werden aufgrund der rasch steigenden Flüchtlingszahlen jedoch in absehbarer Zeit belegt sein. «Damit die ankommenden Asylsuchenden in einer ersten Phase in den kantonalen Strukturen betreut werden können, sind dringend weitere Unterbringungsmöglichkeiten nötig», heisst es im «Hilferuf» an die Bevölkerung.

 

Im «Bärghus» auf dem Stoos hat der Kanton das erste Zentrum für ukrainische Flüchtlinge geschaffen. Bild: Ernst Immoos

Dringend Unterbringungen gesucht

Wer Objekte zur Verfügung stellt, wird vom Amt für Migration entschädigt. In erster Linie werden grössere Mehrfamilienhäuser gesucht. Geeignet seien auch Häuser, die noch temporär bewohnt werden könnten, bevor sie einer anderen Nutzung zugeführt würden. Das könnten auch Industrie- und Gewerbehallen sein, die zweckmässig für die Unterbringung der geflüchteten Menschen ausgestattet werden. Fiona Elze, Abteilungsleiterin Asyl- und Flüchtlingswesen, nimmt Angebote unter Telefon 041 819 22 67 oder fiona.elze@sz.ch entgegen.

Redaktion March24 & Höfe24