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07.12.2021

Deutlich weniger Jugendliche an den Midnight-Projekten

Die Midnight-Projekte bieten den Jugendlichen nicht nur einen Treffpunkt, sondern auch Bewegung. Und bekanntlich ist Bewegung ein tolles Ventil für Stress.
Die Midnight-Projekte bieten den Jugendlichen nicht nur einen Treffpunkt, sondern auch Bewegung. Und bekanntlich ist Bewegung ein tolles Ventil für Stress. Bild: zvg
In Altendorf und Buttikon laden seit Ende Oktober die Midnight-Projekte Jugendliche wieder zu Spiel, Spass und Sport in die Turnhallen. Wegen der Pandemie kommen allerdings deutlich weniger vorbei.

Eigentlich sind die Midnight Projekte sehr beliebt bei der Märchler Jugend. Dies zeigen die Zahlen aus dem Jahr 2019. Damals nahmen zwischen 140 und 160 Jugendliche an den Startabenden in Altendorf und Buttikon teil. Im letzten Jahr musste der Saisonstart aufgrund der Pandemie verschoben werden. Statt im Oktober 2020 begann die Saison im März 2021. Gestartet wurde mit rund 45 Jugendlichen – also etwa einem Drittel des Vorjahres. Wie Isabelle Lenggenhager vom Jugendbüro March erklärt, sind die Zahlen in dieser Saison nicht besser. An den Startabenden kamen erneut bloss 45 Jugendliche in Altendorf und in Buttikon. Immerhin: «Aktuell zählen wir pro Abend knapp 70 Jugendliche in Altendorf und Buttikon. Das sind etwa 10 bis 20 Jugendliche weniger als noch vor zwei Jahren.» Den Jugendtreff Wangen besuchten vor der Corona-Krise durchschnittlich 20 Jugendliche. Heute schwanken die Zahlen sehr – auch aufgrund der zunehmenden Fälle.

Nicht alle Eltern achten genügend auf ihre Kinder

«Viele Jugendliche würden gerne kommen, dürfen aber nicht, weil die Eltern Angst haben, dass sie sich bei uns mit dem Coronavirus anstecken», weiss Isabelle Lenggenhager. Sie versteht zwar die Bedenken, sorgt sich aber um das Wohl der Jugendlichen. Denn wie sie festgestellt hat, sind auch auf den beliebten Aussenplätzen weniger Jugendliche anzutreffen als im letzten Jahr. Dies lässt Lenggenhager darauf schliessen, dass diese vermehrt zu Hause sitzen, isoliert werden und ihre Freizeit online verbringen. «Ich mache mir Sorgen um sie, weil ich nicht weiss, wie es ihnen zuhause geht.» Denn nicht alle Jugendlichen hätten Eltern, die sich kümmern, sich sorgen und erkennen, wenn die Teenager etwas beschäftigt. «Gerade für diese Jugendlichen wäre es wichtig, rausgehen zu können und sich fernab von den Problemen in der Schule und zu Hause mit Gleichaltrigen auszutauschen. » Zudem seien Sport und Bewegung, wie es die Midnight-Projekte bieten, auch wunderbare Stressventile. «Und Jugendliche haben bekanntlich viele Gründe für Stress.»

Für Jugendliche ist es sehr wichtig, Gleichaltrige zu treffen. Bild: zvg

Ausweichen auf Aussenplätze wäre von Nachteil

Lenggenhager hofft, dass sowohl Jugendtreff als auch die «Midnights» die ganze Saison geöffnet bleiben dürfen und sie nicht aufgrund neuer Vorgaben auf Aussenplätze ausweichen müssen. Denn sonst müssten sie nicht nur zusätzliche Infrastruktur anschaffen, sondern würden wohl auch erneut ein paar Jugendliche aus dem Blick verlieren. Zudem würde sich die Situation zu Hause weiter verschärfen, was die Jugendlichen langfristig prägen kann.

Silvia Gisler, Redaktion March 24 und Höfe 24